Was ist Osmose? Warum Osmoseschutz an GfK-Schiffen?

Beim Bau von Gfk-Booten wird ein Laminat aus Glasfaser und Harz, zumeist Polyester, hergestellt. Produktionsbedingt können bei der Herstellung im Handauflegeverfahren kleine Luftblasen eingeschlossen werden. Im Wasser dringen nun Wassermoleküle durch, das nicht absolut wasserdampfdichte, Gelcoat in diese Hohlräume ein. In den Hohlräumen lösen die Wassermöleküle chemische Reste aus dem Laminat und werden dadurch größer. Diese Moleküle können nicht mehr aus dem Laminat entweichen und es erhöht sich der osmotische Druck in den gefüllten Hohlräumen.

 

Durch diesen osmotischen Druck wird das Laminat und Gelcoat nach aussen gedrückt, es entstehen sichtbare Blasen am Unterwasserschiff. Desweiteren dringen jetzt wiederum Wassermoleküle ein und vergrößern so die Blasen. Gefährdet sind dabei besonders der Bereich knapp unterhalb der Wasserlinie und das Ruderblatt. Warmes Wasser unterstützt die Bildung von Osmose, in kaltem Wasser laufen die Vorgänge langsamer ab.

 

Von einem Osmoseschaden kann man sprechen wenn

  • die Blasen mindestens 2 bis 3 mm groß
  • auf einer Fläche von 10 cm mal 10 cm mindestens 3 große Blasen vorhanden
  • mindestends etwa 10% des Unterwasserschiffes befallen sind.

Sollten diese Bedingungen erfüllt sein, kann es zu einer durchaus ernstzunehmenden Schwächung der Schiffskörperstruktur kommen. Eine Behandlung solcher Osmoseschäden ist daher unbedingt erforderlich. Um ein Entstehen von Osmose zu verhindern oder zu verlangsamen ist natürlich auch ein adäquater Osmoseschutz zu empfehlen.

 

Der Fachmann empfiehlt 6 Anstriche VCTAR und 2 Anstriche VC 17.

 

Was tun wenn bereits Osmoseschäden vorhanden sind?

In unserer Werft werden zuerst die betroffenen Stellen gesandstrahlt um alle angegriffenen und gelösten Teile zu entfernen und die Poren zu öffnen. Durch ein abschleifen werden lediglich die Poren verstopft und auch nicht alle losen Teile gelöst, so kann es leicht zu einer neuen Osmose kommen. Anschließend folgt ein Austrocknen und anschließend wird mit Epoxy verspachtelt. Zum Schluss wird das Epoxy geschliffen und mit den VC17 Anstrichen vor neuer Osmose geschützt.

Das Resultat - ein fast wie neuer Rumpf!