Propellertechnik

 

Wie arbeitet ein Propeller?

 

Die Sache mit dem Über- und Unterdruck

 

Um dieses Prinzip zu verstehen, lassen Sie uns einen Propeller einmal so "einfrieren", daß man genau senkrecht auf einen Flügel schaut.

 

 

Es handelt sich um einen rechtsdrehenden Propeller; der Flügel dreht sich von oben nach unten und bewegt sich dadurch von links nach rechts.

Während sich der Flügel nach unten dreht, drückt er Wasser nach unten und nach hinten. Gleichzeitig muß Wasser hinter dem Blatt nachströmen, um den vom sich nach unten bewegenden Flügel hinterlassenen Raum zu füllen.

Das Ergebnis ist ein Druckgefälle zwischen Vorder- und Rückseite: An der Unterseite entsteht ein Überdruck, also Schub, an der Oberseite ein Unterdruck, also ein Saugeffekt. Dasselbe geschieht natürlich an allen Propellerflügeln gleichermaßen, und der Propeller schiebt und zieht sich gleichzeitig durch das Wasser.

 

Schub / Vortrieb

 

Durch diese Druckverhältnisse wird Wasser von vorne in den Propeller gesaugt und nach hinten weggedrückt. Das Prinzip ist das gleiche wie bei einem Ventilator, der hinten Luft ansaugt und nach vorne ausbläst.

 

 

Ein Bootspropeller saugt das Wasser an seiner Vorderseite durch ein imaginäres Rohr an, das etwas größer als der Propellerdurchmesser ist.

 

 

Die Vorderseite ist die dem Boot zugewandte Seite. Während der Propeller sich dreht, beschleunigt er das Wasser und stößt es nach hinten aus. Der Durchmesser des Strahls ist geringer als der des Propellers. Durch das Ansaugen von Wasser und das Ausstoßen mit erhöhter Geschwindigkeit entsteht ein Bewegungsimpuls im Wasser. Diese Beschleunigung resultiert in einer Kraft, die wir als Schub bezeichnen.